Am 27. Januar 1945 – vor 76 Jahren – wurden die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz von sowjetischen Soldaten der Roten Armee befreit. Auschwitz steht wie kein anderes Konzentrations- und Vernichtungslager als Symbol für den millionenfachen Mord des NS-Regimes vor allem an Juden. In Deutschland wird der Tag der Befreiung seit 1996 als nationaler Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus begangen. Er soll, wie es der damalige Bundespräsident Herzog in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag ausdrückte, als zentraler Gedenktag „aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden lassen“. 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar in einer Resolution offiziell zum internationalen Holocaustgedenktag.

 

 

#Gebet zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

 

Du, Gott, verbietest uns das gnädige Vergessen.

Du, Gott, bist der Wächter der Erinnerung.

Wir müssen uns erinnern

an das Morden,

an das Schweigen,

an die Schuld.

Verschon uns nicht, Gott.

 

Wir müssen uns erinnern

an die Ermordeten,

ihrer Habe, ihrer Würde, ihres Lebens beraubt.

Wir müssen uns erinnern

an die Überlebenden,

verdammt dazu, das Grauen zu bezeugen.

Wir müssen uns erinnern

an die der Vernichtung Entronnenen,

gekennzeichnet auf den Armen,

gequält in ihren Träumen.

Verschon uns nicht, Gott.

 

Du, Gott, Wächter der Erinnerung,

steh uns bei,

damit wir dem Vergessen widerstehen.

Du Gott, Hüter Israels,

behüte, die noch Lebenden.

Du Gott, Ewiger,

bewahre uns vor neuer Schuld –

durch Jesus Christus,

heute und alle Tage.

Amen.

(Quelle: EKD)

 

#weremember #neverforget

 

Ein Beitrag von Jugend-Diakon Dennis Ronsdorf