Die Francophone Gemeinde

… in der Rigal’schen Kapelle zuhause.

Die Johannes-Kirchengemeinde ist eine einladende Gemeinde, die gerne mit anderen Kulturen, unterschiedlichen Frömmigkeiten und mit anderen Religionen in Berührung kommt. Manches ist Zukunftsmusik, aber es gibt Schätze, die wir bereits haben. Nur sind diese nicht allen bekannt.

So weiß nicht jeder, dass wir seit Jahrzehnten Gastgeber für die Francophone Gemeinde sind. Sie hat in unserer Rigal’schen Kapelle ihre Heimat gefunden. Grund genug, dieses Kleinod in Form eines Interviews mit der Vorsitzenden Sabine Schäfer bekannter zu machen.

Bitte stellen Sie sich ein wenig vor!

Ich bin Sabine Schäfer, die Vorsitzende des Presbyteriums der Francophonen Gemeinde. Aufgewachsen bin ich in Frankreich, England und im Orient und lebe schon lange in Deutschland.

In Baden-Baden habe ich eine Francophone Gemeinde kennengelernt. Deren Pfarrer hatte schon in Bad Godesberg Vertretungen gemacht und so bin ich auf die Gemeinde hier aufmerksam geworden.

Rigal'sche Kapelle

Die Rigal’sche Kapelle
(Quelle: Wikipedia, Public Domain)

Seit wann gibt es die Francophone Gemeinde?

Seit 1963. Ursprungsort ist die Erlöserkirche. Erst später, aber nun schon seit langem, sind wir in der Rigal’schen Kapelle heimisch geworden. Doch seit Sommer 2013 sind wir ohne Pfarrer und die Gottesdienste werden von Gastpredigern gehalten. Ab und zu habe ich auch selbst mal einen Gottesdienst gefeiert.

Worauf legen Sie bei Predigern wert?

Auf Kenntnisse wissenschaftlicher Theologie, da sind wir anspruchsvoll. Ordination wäre natürlich super, aber da drücken wir öfters ein Auge zu. Und: Verständlicherweise sind die Gottesdienste auf Französisch. Sie finden i. d. R. am 1. und 3. Sonntag, davon einmal mit Abendmahl statt. Am 4. Sonntag feiern wir den Gottesdienst in Düsseldorf. Die genauen Daten stehen im Gemeindebrief. [Anm. der Red.: und auf dieser Webseite]

Woher stammen die Menschen, die mitfeiern?

Aus Madadaskar, Kongo, Kamerun, Frankreich, England und Deutschland. Manche haben längere Anfahrtswege, z. B. von Troisdorf, Wesseling und Düsseldorf.

Was ist besonders schön an den Gottesdiensten?

Der Chor ist fantastisch. Der singt nicht nur toll, sondern hat auch beeindruckende Gewänder. Es ist super, dass ziemlich unterschiedliche Prägungen zusammenkommen und wir doch Gott mit einer Stimme loben. Die vielen Kulturen sind als Bereicherung spürbar.

Was wird sonst noch angeboten in der Gemeinde?

Wir finden immer Anlässe zum Zusammensein. Es geht oft sehr fröhlich zu. Neuerdings haben wir auch einen kleinen französischsprachigen Bibelkreis, an einem Donnerstag im Monat, jeweils um 20 Uhr in der Krypta.
Die Anmeldung erfolgt über mich: Tel. 0228 / 93 24 12 0

Was für Projekte könnten Sie sich für die Zukunft vorstellen?

Mein Traum wäre ein afrikanisches Begegnungsfest oder ein Weinfest bei uns im Keller. Wünschenswert wäre eine Kooperation mit der Johannes-Kirchengemeinde. Etwa bei einem gemeinsamen, zweisprachigen Gottesdienst.

Was ist Ihre größte Sorge im Moment?

Französischsprachige Pfarrer für die Sonntage zu finden. Wenn sich jemand bereit erklären würde, wären wir überglücklich!
Tel. 0228 / 93 24 12 0

Das Interview mit Sabine Schäfer führte Pfarrer Jan Gruzlak.