Information bei der Gemeindeversammlung am 2.4.2017

Marienforster Kirche, Bad-Godesberg
Auf den Gemeindeversammlungen im letzten und im vorletzten Jahr ist die Gemeinde darüber informiert worden, dass das Presbyterium im  Zusammenhang mit den geplanten Baumaßnahmen beschlossen hat, uns von der Marienforster  Kirche zu trennen. Der Schimmelbefall verzögerte Verkaufsverhandlungen, weil wir die Kirche erst sanieren wollten, um sie in gute Hände übergeben zu können, die sie auch als Kirche weiter nutzen.

Die Gespräche, die wir mit verschiedenen Interessenten, auch solchen, die die Kirche nur mieten, aber nicht kaufen wollten, geführt haben, stehen jetzt kurz vor dem notariellen Kaufabschluss. Käufer ist die russisch-orthodoxe Kirche in Deutschland, die seit einigen Jahren einen Gemeindesaal In Friesdorf hat, wo sie wöchentlich ihre Gottesdienste in sehr beengten Verhältnissen feiert. Sie ist Mitglied der ACK in Bonn, die um ihre Raumnot weiß und uns schon im vorigen Jahr gebeten hat, sie beim Verkauf unserer Kirche möglichst zu berücksichtigen.

Ursprünglich wollte die russisch-orthodoxe Kirche nur mieten. Da wir uns aber lieber ganz von dieser Kirche trennen wollen, sind wir jetzt zu einer Vereinbarung gekommen, die in zwei Etappen vollzogen und in den nächsten Wochen schriftlich per Miet- und Kaufvertrag abgeschlossen werden soll:

  • Die russisch-orthodoxe Kirche mietet die Marienforster Kirche mit dem Anbau ab 1.6.2017, d. h. dass wir sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nutzen.
  • Die russisch-orthodoxe Kirche schließt mit uns parallel zum Mietvertrag einen Kaufvertrag für diese Kirche mit Anbau ab, wird aber erst im Jahr 2018 Eigentümer der Kirche, weil erst dann der vereinbarte Kaufpreis fällig wird.

Pater Eugen Theodor, der Priester dieser Gemeinde, hat uns  ökumenische Zusammenarbeit angeboten und wir freuen uns darauf. Er hat im Gottesdienst am 2.4. 17 in seiner Gemeinde abgekündigt, dass der Gottesdienst ab Pfingsten d.J. in der MK sein wird. Deshalb muss unsere Gemeinde das heute auch erfahren, obwohl  Miet- und  Kaufvertrag noch nicht unterschrieben sind.

Pfarrer Fincke hat schon vor einigen Monaten  Gemeindeglieder aus dem früheren Marienforster Bereich  angesprochen, mit ihm zusammen daran zu arbeiten,  wie es nach Verkauf von MK gottesdienstlich, z.B. in der Rigal‘schen Kapelle , weitergeht, auch in Zusammenarbeit mit den Pfarrern des Waldkrankenhauses, der Reha-Klinik und des Godesheims.

Wir werden uns in einem Gottesdienst  am  Sonntag, d. 21 Mai um 15 h, mit anschließendem Empfang von der Marienforster Kirche verabschieden.  Die Kirche muss von unserer Kirchenleitung  entwidmet und für die orthodoxe Gemeinde zugelassen werden, die sie weiter regelmäßig als Gottesdienstraum nutzen wird, worüber wir sehr froh sind. Trotzdem bedauern wir es sehr, uns gerade von unserer schönsten Kirche trennen  zu müssen.

 

Hans-Georg Kercher, stellvertetender Vorsitzender des Presbyteriums