SONNTAG, 31.7., 18 UHR, IMMANUELKIRCHE


Wie mag es wohl um 1830 bei einer Eucharistiefeier in einer Messe in Bergamo zugegangen sein? Hört man das „Alla Communione“, ein Werk zur Austeilung des Abendmahls also, des Franziskanermönches, Organisten und Komponisten Padre Davide da Bergamo, könnte das eine recht fröhliche Veranstaltung gewesen sein. „Vorhang auf!“ möchte man am Ende der Komposition rufen, die wie eine Ouvertüre daherkommt. Der italienische Opernstil machte auch vor der Kirche nicht halt. Zudem war Davide da Bergamo ein großer Verehrer der Werke Rossinis. Ganz anders die Passacaglia und Fuge über „Kol nidre“ des jüdischen Komponisten Siegfried Würzburger, der Organist an der Frankfurter Westend- Synagoge war. Das Werk ist Ausdruck von großer Emotionalität und von großem Ernst. „Kol nidre“ ist ein Gesang, der seinen Ort im Abendgebet des Versöhnungstages Jom Kippur hat. Außerdem spielt Kantor Christoph Gießer Choralbearbeitungen und die Triosonate in e-moll von J.S. Bach und die Toccata in h-moll von Eugène Gigout. Zu den Werken und Komponisten gibt es jeweils einführende Erklärungen. Der Eintritt ist frei.